Ein merkwürdiger Geburtstag

07. März 2009

Liebe gute, treue und neue Freunde!

Ich denke, es ist an der Zeit, dass ich mich im neuen Jahr mal rühre. Ich habe ja inzwischen Geburtstag gehabt, und da gibt es einiges zu erzählen.
Aber vorher noch etwas anderes: Anfang des Jahres habe ich tatsächlich noch ein Buch geschenkt bekommen!

Pc230137

Von dir, Hilde!

Pc230135

Wenn wir nächste Woche nach Holland fahren, will Annegret es mir vorlesen. Wie ich sie kenne, liest sie in Holland aber nur Maarten t´Hart. Wahrscheinlich kommt sie aber auch dort nicht dazu, weil ich immer mit ihr rausgehe.

Neulich hatten wir aber auch schon ein bisschen Urlaub, um meinen Geburtstag herum, nur nicht am Geburtstag selbst.
Wir sind ein paar Tage ins Oberbergische gefahren. Dort wohnen ja Annegrets Eltern und es gibt ein bisschen entfernt noch eine extra Wohnung . Die nehmen wir uns schonmal.

P1210155

Wer meine Briefe schon lange liest, weiß, dass ich da auf einem Sessel liegen darf. Das war auch dieses Mal wieder so und bitter nötig.
Ich wollte mir meine Sesselabdeckdecke selbst schon schnell hinlegen, – das habe ich aber nicht geschafft.

P1210159P1210157P1210160

Annegret musste mir helfen.

P1220161

Nach diesem Endloswinter hat so ein Sessel schon einen ziemlich hohen Erholungswert.

P1230165

Zwischendurch habe ich mich schonmal erhoben und rausgeguckt, aber nicht lange.

P2170240

Immer nur Schnee und Schneeregen!

P1220163

Okay, wenn man einmal richtig draußen ist, geht´s eigentlich.

P1230179P1230166P1230169P1230176P2180245

Dann habe ich in der Wohnung eine nette Bekanntschaft gemacht.
Ich bin mal in die obere Etage gegangen, und was glaubt ihr, sehe ich hier?

P2170238

Etwas total Niedliches!
Ich habe mich ganz in den Anblick vertieft und sogar ein bisschen verliebt.

P2170235

Deswegen musste ich diesem Püppchen unbedingt ein Küsschen geben!

Es gibt schon schöne Urlaubsbekanntschaften!

Dann aber ging es auf meinen Geburtstag zu. Ihr wisst ja, dass dieser immer am Valentinstag ist, also am 14. Februar. Jetzt hatte Annegret vorher schon gesagt: „Hannes, an deinem Geburtstag habe ich ganz wenig Zeit. Deswegen feiern wir ein paar Tage später. Und zwar ganz besonders. Denn der 6. Geburtstag ist ein einmaliger Geburtstag, weil man nur einmal im ganzen Leben 6 Jahre alt wird!“

Also fuhren wir erst einmal wieder zurück nach Bonn. Morgens erst ´ne Hunderunde. Da trafen wir Michael, der mir ein Ständchen gesungen hat: „Hoch soll er leben!“ Ihr kennt das sicher.

Danach hatte Annegret einen Festakt im Saal zur Eröffnung einer Anwaltskanzlei.

P1240190

Weil sie mich nicht so lange im Auto lassen wollte, hat sie mich heimlich auf die Regie-Empore geschleust.
Das war vielleicht interessant!

P1240176P1240172P1240175P1240197P1240192

Von oben konnte ich an verschiedenen Stellen in den Saal runtergucken und die Leute und Redner sehen.

P1240199
P1240200

Und um mich rum: Meine Güte, was für Mengen an Kabels und Knöpfen und Technik.

P1240177

Trotzdem wurde mir irgendwann langweilig und bin weggeschnarcht.

P1240188

Endlich war die Veranstaltung vorbei und wir konnten nach Hause zur Bescherung fahren. Ha! Die war nicht schlecht! Es gab Geburtstagspost und E-Mails und Geschenke!
Allen, die an mich gedacht haben, soll ich ganz artig Danke sagen.

Zuerst habe ich mich um das Päckchen von meiner Freundin Paula gekümmert.

P1240201_verzerrt

Frau Annegret Kadur z. Pfote von Hannes stand auf dem Umschlag. Oooo, und darin war ein langer Brief mit allerlei Bildern und auch Knabberkram.

Kp1240203

Dann habe ich noch einen Ochsenziemer bekommen, – des Gestanks wegen natürlich draußen.

P1240207P1240208P1240209P1240210P1240211

Aber ich wollte damit rein, bin allerdings in der Tür hängengeblieben, weil das Teil so lang war.

P1240212
P1240213
P1240214
P1240216

Und dann habe ich noch Käääääse bekommen!

P1240230

Ein ganzes Stück Tilburg-Gouda! Ich esse ja so unglaublich gerne Käse! Am Geburtstag durfte ich mir sogar selbst die Scheibchen nehmen. Hmm!

P1240231

Im Bücherregal habe ich nochmal schnell nachgesehen, ob ich vielleicht zum Geburtstag noch ein neues Buch bekommen habe.

Kopie_von_p1240221

So, dann sind wir am übernächsten Tag wieder ins Oberbergische gefahren. Wir wollten ja weiter Urlaub machen. Die Wohnung liegt direkt über dem Dorfplatz und der Raiffeisenbank.

P2190257

Wenn ich oben aus dem Fenster schaue, sieht das so aus:

P2190258

Aber jetzt ging es erst einmal auf meine Geburtstagsnachfeier zu.

In meiner Einladung stand:
Wir – das unschlagbare Team „Hannesgret“ – laden dich zum Hundegeburtstagsnachkaffeetrinken ein am Mittwoch, dem 18. Februar, um 15.30 Uhr. Es gibt garantiert den besten Hundekuchen! Und ich – Hannes – freue mich über leckere Geschenke. Sie müssen nicht unbedingt billig sein, sollen aber gut schmecken.

Dann hat Annegret unglaublich viele Stunden gebacken: Donauwellen als Hundekuchen!

P2180247

Mit 6 Kerzen darauf, weil ich ja 6 Jahre alt geworden bin!

P2170241
P2170242

Und dann kam auf einmal alles ganz anders!
Habe ich euch schon einmal von meinem Menschen-Opa erzählt? Das ist Annegrets Vater.

Vor genau 5 Jahren habe ich ihn zum ersten Mal gesehen und direkt so gerne gehabt!
Annegret sucht mal eben das Foto raus.

Opa-hannes

So, hier könnt ihr jetzt sehen, wie ich bei unserer ersten Begegnung mit einem Sprung sein Bein umarmt habe.
Ich hatte ja, als ich aus Griechenland kam, noch nie einen Menschen-Opa gehabt!

Also, wir hatten ein ganz prima Verhältnis, – aber jetzt musste er auf einmal ins Krankenhaus. Und da ist aus dem Kaffeetrinken nichts geworden. Aber der Kuchen war trotzdem da.

An dem Mittwochnachmittag sind Annegret und ihr Bruder zur Klinik gefahren, um meinen Menschen-Opa zu besuchen.
Natürlich haben sie ihm von meinem Hundekuchen mitgenommen.

18

Der hat ihm total gut geschmeckt, obwohl ihm das Schlucken weh tat.

18

Ich habe auch ein Stück von dem Kuchen bekommen. – Oder waren es zwei?

Am Donnerstag ist mein Menschen-Opa wieder nach Hause gekommen und am nächsten Tag gestorben.
Auf einmal war alles ganz komisch und anders und traurig.
Ich habe mich dann ganz oft in meinen Sessel verzogen.

Ja, das war schon ein merkwürdiger Geburtstagsurlaub.

Aber wir werden ja in der nächsten Woche noch einmal verreisen.
Glaubt bloß nicht, dass ich dann schon wieder schreibe. Von Holland habe ich euch schon genug erzählt, von all den Dünen und Kanickeln und Möwen.

Nur eins will ich noch eben loslassen.
Annegret hat mir ein neues Spiel beigebracht, das heißt „Ich bin dann mal weg“.

P2180256

Sie schmeißt mir eine Decke oder ein Tuch über und sagt: „Jetzt ist der Hannes weg!“

P2220260

Dann halte ich ganz still – und keiner kann mich mehr sehen, weil ich ganz weg bin!

Und Tschüss!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.