Geburtstagsbrief 2010

Jeder Jeck is anders! Besonders ich!

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Näää wat is dat schöööön, näää wat is dat schöööööön!
Geburtstag an einem Sonntag und das am Valentinstag und das zu Karneval !!!

 

 

Ich versuche jetzt der Reihe nach zu erzählen, was heute alles los war. Also, nach dem Wecken hat Annegret mir gratuliert mit „Hannes hat Geburtstag heut, tralala-lalaaa“ und mir ein lustiges Hütchen aufgesetzt. „Das ist die Narrenkappe“, sagte sie, „weil nämlich zufällig auch Karneval ist.“ Das war die erste Bescherung.

Die zweite kam dann draußen: Jede Menge Neuschnee!

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Es war noch gar nicht richtig hell, weil wir so früh dran waren, aber bei dem blitzblanken Schnee geriet ich schon in Stimmung.

 

Und dass ich mir selbst weiße Schneestiefel anziehen durfte, war das nächste, was mir Spaß machte.

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Danach ist Annegret erstmal zur Kirche gefahren. Klar, Sonntag, das ist ja ihr Diensttag. Als sie dann am frühen Mittag zurückkam, gab´s die nächste Bescherung, nämlich einen Geschenkebaum. So was habt ihr noch nicht gesehen!

 

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Das Bäumchen hatte sie vorgestern bei unserem Spaziergang ganz leblos draußen im Schnee gefunden. „O, guck mal hier“, sagte sie, „das kann ich für deinen Geburtstag gebrauchen.“ Konnte ich mir zwar nicht vorstellen, aber jetzt – gepflanzt in den Schirmständer und lustig und lecker geschmückt – fand ich das total gut. Die Luftballons waren nur Dekoration, und da hatte sie gestern schon ihre liebe Mühe mit. „Manno“, hörte ich sie schimpfen, „die Dinger sind so zäh, die kriege ich nicht gebläht. Eher zischt mir die Luft wieder zu den Ohren raus“. Danach hat sie eine Luftpumpe gekauft. Damit ging´s aber auch nicht. Und dann hat sie unseren Sportsfreund Pfarrer Eberhard getroffen, – der hat das geschafft. Sie hat ihm aber nicht verraten, wofür die Luftballons sind. Erst jetzt, wenn er das hier liest – der kriegt nämlich auch meine Briefe – weiß er das.

 
Das mit dem Bäumchen habe ich schnell verstanden.

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„Plünderungen erwünscht“ sagte Annegret. Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen. Schnapp und schnapp. Die Streifen waren gut! Die gelben Kringel kamen mir eher wie Vogelfutter vor.

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Aber ich durfte gar nicht fertig ernten, denn Annegret drängelte, weil wir zum Essen eingeladen waren. Stellt euch das mal vor: Zum Geburtstag schön ins Restaurant! Das war die nächste Bescherung, – und es sollte nicht die letzte sein.

 

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Als wir reingingen, hat Annegret mir schnell wieder das Hütchen aufgesetzt, damit ich einen möglichst guten Eindruck mache. Wir haben erstmal unsere Gastgeber begrüßt und uns dann niedergelassen. Allerdings war ich überhaupt nicht zufrieden mit meinem Platz. Ich sollte unter den Tisch. Aber sowas macht man nicht mit mir! Erst, als ich so lag, dass ich von jedem im Raum gesehen werden konnte, habe ich Ruhe gegeben. Bestellen konnte ich mir zwar nichts, aber Helga hatte extra für mich ganz besonders leckeres Fleisch zubereitet und mitgebracht. Ich durfte aber nur dran riechen und sollte das mit nach Hause nehmen. Probiert habe ich vom Tisch Baguette-scheibchen in Soße getunkt. Hmmm, lecker, aber zu wenig. Alles in allem war ich am Ende der Mahlzeit zwar nicht satt, aber zufrieden, zumal ich mal wieder sehr positiv aufgefallen bin. Man hat mich fotografiert und gelobt, weil ich so schön und so lieb bin und so ein tolles Hütchen habe!

 

Wieder zu Hause angekommen, hat mir Annegret des Fleisches ersten Teil gegeben.
O Helga, wie lecker hast du das gemacht! Da freu ich mich schon auf meinen nächsten Geburtstag!

 
Danach ging´s endlich raus. Zweieinhalb Stunden sind wir durch den Schnee und die Landschaft gestapft. Supergut. Leider hatte Annegret unsere Kamera nicht dabei. Mein Bart hatte sich nämlich durch das Schneeschnuffeln stark verändert. „Mit den Eisklunkern machste jedem Kristall-Lüster Konkurrenz“, lachte Annegret.

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Ich selber konnte auch merken, dass da ´ne Menge baumelte, aber sehen konnte ich es nicht. Und wegmachen auch nicht. Ich kann leider mit meiner Zunge nicht nach unten lecken, sondern ausschließlich nach oben.

 
Kaum waren wir wieder zu Hause, gingen die Bescherereien weiter. Dazu wurde ich erneut geschmückt. Annegret meint, das macht sich besser auf den Fotos. Stimmt, und mich stört´s nicht. Als nächstes war ein Päckchen von meiner Freundin Paula aufzumachen.

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O, wieder allerlei Köstlichkeiten und noch eine schöne Karte dazu, die Annegret mir vorliest. Alles geschrieben in Glitzerschrift mit einem Glitzerstift. Und was höre ich? Paula möchte sich für den Winterurlaub im Sauerland meine schwarzen Stiefel ausleihen. Ja gerne, liebes Paulinchen, die kannst du sogar behalten!

 
Moment mal eben, Annegret ruft mich zum Festtagsschmaus. Aahh, das ist ja köstlich! Ringelschwanznudeln mit Helgafleisch, dazu ein Gläschen Sekt für Annegret.

 

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Geburtstagiger kann ein Geburtstag ja gar nicht sein!

 

Und das alles am Sonntag und am Valentinstag und an Karneval und an meinem Immi-Jubiläumstag. Heute vor 6 Jahren bin ich nämlich nach Deutschland und zu Annegret gekommen. Danke, liebe Frau Hoffmann in Athen und liebe Frau Haub, dass ihr mich zu Annegret transportiert habt.

 

 

Bevor ich mich jetzt nach diesem anstrengenden Feiertag von euch verabschiede, muss ich noch etwas sehr Wichtiges erzählen. Johannes hat uns zu Weihnachten ein Hundetrainingsbuch geschenkt. Daraus habe ich in der letzten Zeit eine ganz, ganz schwierige Nummer geübt: Kriechen ! Das kann man mit einem niedrigen Klavierhocker und Übungskäse lernen. Und zwar so:

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Na? Kann einer von euch das nachmachen? Ich glaube, ich hätte bei einem Klavierhockerkriechwettbewerb beste Chancen! Wie wär´s, Friedemann, trittst du gegen mich an? Du liebst doch besonders krasse Nummern!

 

 

Jetzt ist mein Brief ziemlich lang geworden. Eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben. Aber was hätte ich denn weglassen sollen?

 

Mir fällt sogar noch mehr ein: Kennt ihr schon das neue WiseGuys-Album? Empfehlenswert!

 

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Aber jetzt werde ich doch allmählich müde. Kein Wunder – nach diesem prallen Tag.

 
Gute Nacht und Tschüss und Alaaf und Helau!

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Eure Tollität Hannes Kadur

 

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