Bin ich glücklich!!!

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Endlich bin ich wieder im Allgäu!

Und hier zu sein, macht nicht nur Kühe glücklich, sondern ganz besonders auch mich.

Annegret fing letzten Mittwoch an zu packen und sagte in einer Endlosschleife zu mir: „Hannes, wir fahren ins Allgäu! Allgäu, Allgäu!“
So gut ich das Wort auch kenne, es kam in meinem Kopf nicht die geringste Vorstellung von „Allgäu“ zustande. Also habe ich mich ganz cool zum Gepäck gelegt und abgewartet.

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Mein Rucksack und meine Decken lagen schon bereit.

 

Donnerstag, 13. September:

Am Donnerstagmorgen ging´s los, bei scheußlichem Wetter.

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Aber ab Koblenz war´s gut und ich habe ganz, ganz oft rausgesehen, ob ich das Allgäu vielleicht erkenne.

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Nix.

Oder seht ihr hier etwa ein Allgäu?[wpvideo Tv2tYODV]

Auch bei der Mittagspause kommt mir nix bekannt vor.

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Danach fuhr Annegret noch stundenlang weiter und irgendwann hatte ich keine Kraft mehr zum Raussehen. Auch nicht, als sie frohlockte: „Hannes, die Berge, die Berge! Wir sind im Allgäu!“

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Erst als wir den Berg nach Beilenberg hochfuhren, habe ich begriffen, wo wir sind.

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Allgäu! Jetzt hab ich´s auch in der Nase!

Als wir am Haus parken und Annegret den Kofferraum aufmacht, lege ich zuerst mal meine Pfote auf ihre Hand. So bedanke ich mich bei ihr.

Aber jetzt ganz schnell in die Wohnung. Der Sohn unserer Vermieter will uns aufschließen.
Weil er erst den falschen Schlüssel nimmt, werde ich so ungeduldig, dass ich mit den Vorderpfoten trampele. Aber dann kann ich rein und sofort zum Balkon hinten raus:

Alle Berge noch da?

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Mal schnell nachsehen!

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Ein Glück! Ich bin wie Zuhause.

Es ist zu schön, um wahr zu sein!

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Immer wieder muss ich rausgucken.

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Ich kann mich nicht satt sehen!

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Annegret, liebe Annegret,

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können wir bitte, bitte bleiben?

 

Freitag, 14. September:

Vorfrühstücksrunde um 8 Uhr.

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Unser Kapellchen ist noch da

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und es sind auch noch alle drin vom letzten Mal.

Beim Weitergehen muss Annegret auf einmal so lachen:

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„Hannes, sieh dir mal deinen Schatten an!“
O je, soll ich das sein?

Wir sehen noch eben nach, ob unser altes Altstädten noch steht und gehen dann erstmal zurück frühstücken.

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Danach schlägt Annegret vor, eine Runde bergan zu gehen. Ja, ja, ja, gerne!

Wir sind kaum am Ortsrand, da wird mir schon schlecht:

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„Fang bloß jetzt nicht wieder mit deinem Katzenwahn an!“ warnt Annegret.
Okay. Wir steigen ein bisschen höher und sehen Beilenberg schon unterhinter uns

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und die Rindviehcher neben uns

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und den Wassertrog vor uns.

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O, wie köstlich! Ab jetzt saufe ich wieder über den Durst!

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„O“, sagt Annegret, „diesen Saufnapf hast du übersehen!“

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Ich will jetzt die Gegend genießen!

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Wenn nur diese blöden Hindernisse nicht wären!

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Schon wieder bleibe ich in einem Drehkreuz hängen!

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Aber irgendwie komme ich durch.

Dann jauchzt Annegret: „Am ersten Tag Silberdisteln und Enzian!“

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Das ist mir ja sowas von egal.
Mir schmeckt das Allgäugras so gut.

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Ich kann die Kühe gut verstehen, die hier den ganzen Tag Gras fressen. Ich verstehe nur nicht,
wie die Milch daraus machen.

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Ah, endlich nochmal Wasser!

Der Rückweg ist so schön!

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Am Abend bin ich seeeeeehr zufrieden.

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Gute Nacht, Freunde!

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Samstag, 15. September:

Übrigens, falls ihr nicht wisst, dass ich schon zwei Mal im Allgäu war, dann müsst ihr z. B. mal meine spektakulären Erlebnisse von 2010 nachlesen (wenn euch das Hochladen zu lange dauert, könnt ihr euch ja mal eben was zu trinken holen):

http://www.hannes-kadur.de/?page=3

Annegret meint, dass wir solche Hämmer dieses Jahr nicht erleben. Wir wollen uns schließlich mal ein bisschen erholen im Urlaub! Jünger sind wir in der Zwischenzeit ja auch nicht gerade geworden.

Deswegen gibt es heute auch wieder eine große Runde vom Haus aus. Aber nix Besonderes.

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Alles nur superschön. Auch das Wetter.

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Hier seht ihr übrigens den „Grünten“. Den müssen wir diesmal unbedingt besteigen!

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„Ich weiß auch nicht, was ich gegen diesen Berg habe“, meint Annegret, „er ist doch mein Kollege als `Wächter = Küster´ des Allgäu. Aber dieses Jahr müssen wir wirklich mal hoch.“

Am Abend sagt sie: „O guck mal, die Sonnenköpfe müssen mal ein bisschen Dampf ablassen!“

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Die hatten wir ja vor 2 Jahren bei unserer Wahnsinnstour gemeistert!

 

Sonntag, 16. September:

Schon unsere Vorfrühstücksrunde ist total sonnig. Ihr kennt sie ja inzwischen.

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Als Wanderung hat Annegret etwas auf der Karte rausgesucht. Sie meinte, es würde so ungefähr eine 3-Stunden-Wanderung werden.
Aber wir kommen meist gar nicht recht voran. Annegret hält ständig zum Fotografieren an, weil sie 20 – 30 Bilder pro Stunde macht, und ich muss 30 – 40 Mal pro Stunde anhalten zum Schnuffeln oder Saufen.

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Und der Grünten grüßt schon wieder.

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Dann passiert was Blödes: Wir wollen gerade einen Tobel überqueren, als von hinten ein Hund angeschossen kommt und uns total erschreckt.

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Erst dachte ich noch, das wäre ein netter Typ, noch ziemlich jung.

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Aber dann hat der mich so furchtbar belästigt! Er wollte überall an mir rumlecken. Wir sind schnell auf der anderen Seite ein Stück hochgekraxelt, um ihn abzuwimmeln. Aber er klebte fast an mir. Annegret hat versucht, ihn mit dem Wanderstock abzuwehren, und ich habe geknurrt und die Zähne gefletscht, weil ich keinen anderen Rat mehr wusste. Wir haben fast 10 Minuten versucht, diesen Unhold loszuwerden. Dann hat Annegret ganz laut in die Welt gerufen: „Hallo, hallo! Holen Sie Ihren Hund mal!“ Tatsächlich tauchte etwas später eine Frau auf, und da ging der Hund mit zurück. „Blöde Kuh“, schimpfte Annegret noch lange. „Blöde Kühe haben blöde Hünde!“
Wie gut, dass wir das Gegenteil sind.
Danach musste ich mich mehrfach erfrischen.

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Annegrets Stimmung stieg erst beim Enzian.

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Und natürlich, wenn sie so viel Sonnentanks sieht wie hier:

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Dann hatten wir eine ganz köstliche Begegnung! Aufgefallen war uns diese Frau schon, als wir sie ziemlich am Anfang im zweiten Dorf überholten. Jetzt kam sie uns entgegen und Annegret hat sie angesprochen. Sie ist in Sonthofen gestartet und musste auch dort wieder hin und fand uns mit unserer Gehleistung tüchtig.
Da hat Annegret sie gefragt: „Darf ich mal wissen, wie alt Sie sind?“
„Fünfundachtzick!“
 

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„Donnerwetter!“ meint Annegret, „ich glaube nicht, dass wir in 25 Jahren noch so gut drauf sind!“

Im Moment bin ich jedenfalls noch supergut drauf.

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Allerdings war ich nach unserer Runde doch ein bisschen müde. Wir waren fast viereinhalb Stunden unterwegs.

So. Ich glaube, jetzt habe ich erstmal genug erzählt.

Sicher kommt bald mein zweiter Teil „Allgäu 2012“. Wir müssen ja noch auf den Grünten!

Also, guckt bald wieder nach in meinem Dog-Blog!

Euer allgäuglücklicher Hannes

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