Morast-Wandern in der Eifel

PK2080358

Lecko mio, sind wir im Schlamm rum gesprungen! Annegret wollte Anfang Februar ihren Resturlaub vom letzten Jahr verbraten, damit er nicht verdirbt, und erklärte: „Hannes, wir fahren in die Eifel. Die kennst du noch gar nicht so richtig. Da wollen wir es uns mal ein Wöchelchen gut gehen lassen und nach Herzenslust wandern!“

Auf der Hinfahrt hatten wir wunderbares Wetter.

P2070346 Aber als wir an unserem Ferienhäuschen ankamen, fing der Regen schon an. Fand ich erstmal nicht so schlimm, weil Annegret so ein schöne „Hütte“ gemietet hatte.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mit total viel Platz und einem solch riesigen Sofa, dass ich sogleich eine Abteilung davon für mich bekommen habe.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Herrlich! Mit Schnauzen-Ablage!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mein Nerzbett hatte ich auch mit, das war schön nah am Kamin. Den hat Annegret jeden Abend angemacht. Genug Holz hatte sie mit.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und wir hatten so ´ne schöne Küche! Annegret kann ja ganz lecker Futter kochen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Könnt ihr erkennen, wie schön urlaubig es mir geht?

Also, alles, was drinnen war, stimmte perfekt. Nur das Wetter nicht.
Ich habe am ersten Morgen gleich nach dem Aufstehen die Lage überprüft.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Sauwetter! Hundsmiserables Sauwetter!
„Is ejal“, sagt Annegret, „wir sind zum Wandern hier, also wandern wir!“

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Boah, – am Anfang habe ich ja noch versucht, um die Matsche rumzukommen, aber irgendwann wurde das sinnlos.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es war alles so saftig und modderig!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zum Schluss kam dann ´ne ganz spezielle Stelle: Bachüberquerung!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Annegret kratzt sich am Kopf. „O je Hannes, das schaff ich nie und nimmer! Die `Brücke´ liegt halb im Wasser und vor lauter Matsch kann ich weder abspringen noch landen.

P2080372K Ich muss dich mal eben ableinen, damit du mich nicht noch zu Fall bringst!“
Das kommt mir gerade recht. Jetzt kann ich ihr vormachen, wie das geht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ihr hättet mal sehen müssen, was ich für Flugsprünge vollbracht habe! Immer über den Bach und wieder zurück. Mit immer längerem Anlauf. Leider hat Annegret nix fotografiert, weil sie so sehr mit sich selbst beschäftigt war. Mein letzter Sprung war mit Abstand der Beste, nur bin ich bei der Landung ausgerutscht und in die Matsche geflogen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nach 2 Stunden waren wir zurück. Und ich wurde nach allen Regeln der Hundefolterkunst geduscht! Grausam, sage ich euch, ganz grausam. Aber sonst hätte ich nicht am Abend aufs Sofa gedurft.
„Das geht nur mit ganz piccobello Füßen“, sagt Annegret.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ihre Schuhe hätte sie auch ruhig mal duschen können.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Neuer Tag. Besseres Wetter? Ich sehe mal eben nach.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nicht die Spur! Genauso ätzend wie gestern. „Wart ab“, sagt Annegret, „der Wetterbericht meldet für gleich schon Sonne. Wir starten nachher.“
Tatsächlich. Auf einmal kommt die Sonne raus und die Wolken werden weniger.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Allerdings nicht die Pfützen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und es geht ein bissiger Wind. Das macht mir aber nix. Ich hab ja mein Fell an.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Durst bekomme ich trotzdem, und warm springen kann ich mich auch.

P2090379

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wie der Wind bin ich auf einmal weg

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

und wieder da. Ich, Hannes, der Windhund!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Als wir am Nachmittag zurück sind, bin ich doch tatsächlich müde! Ich muss wieder mehr trainieren.

Am nächsten Tag ist es wenigstens wieder trocken, jedenfalls von oben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die Wege bleiben ein Problem. Aber das kann uns nicht vom Wandern abhalten. Annegret hat schon wieder eine kräftige Strecke ausgesucht. Auf einmal können wir den ganzen Hang mit all den Ferienhäuschen sehen, wo wir wohnen und losgegangen sind.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Kurz darauf kommen wir am Waldrand an Kuhställen vorbei. „O,“ sagt Annegret, „das sind ja Metzgers Viehcher aus Stadtkyll!

PK2140531

Hannes, guck mal, kannste die nicht mal was aufmuntern?“

P2100412

Hm. Aber wie?

P2120453

Ich will sie mir mal erst ansehen.

P2120454

Auf einmal sticht mich ich der Hafer und vor ihrer Nase bringe ich eine Spontan-Show mit Hakenschlagen!

PK2100411

Gut, oder? Die haben vielleicht geglotzt!

Die nächsten Tage gingen wettergemischt weiter. Wir konnten noch reichlich raus gehen und sind mächtig marschiert. Ein paar Fotos zeige ich euch noch davon.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Hier seht ihr meine bewährte und erfahrene Wildwitterungsmeldezentrale, die schon wieder Wildschweine auf dem Schirm hat. Da ich Schiss vor Wildschweinen habe, gehe ich ab sofort wieder ganz dicht angelehnt an Annegrets Bein. Ich fühle mich dann sicherer, denn sie ist der bessere Kämpfer von uns beiden. „Was ist los, Hannes? Hast du Wildschweinchen errochen?“ Nur kurze Zeit später sieht sie, wie Recht ich hatte.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Alles frisch durchgewühlt hier. So eine Sauerei!

Bei unserer längsten Wanderung hatten wir von Schnee bis Frühlingssonne alles auf der Strecke.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

„Und hier strömt der Naturstrom“, erklärt Annegret mir.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Das habe ich aber nicht verstanden. Mir war nur klar, dass es eine herrlich lange Wanderung von über 4 Stunden war. War nicht ganz so lange geplant, aber Annegret hatte irgendwo unterwegs ihre Lieblingskappe verloren. Da mussten wir natürlich zurück.
Am Abend bin ich dann ziemlich weggeschnarcht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und dann kam unser Abreisetag und mein Geburtstag! Wie grauenhaft mir dieser gleich am Morgen bei der Bescherung vermasselt wurde, davon erzähle ich euch extra.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.