Eierfeier

Ups, auf einmal ist schon Pfingsten und ich habe euch noch gar nichts von meiner Eierfeier erzählt!

Ostern mit Sippentreffen, Eierweitwurf, Regenbogen und mit mir, dem Hanneshund!

Annegret sagte am Oster-Vorabend: „Hannes, ich will uns noch eben ein paar Eierchen färben. Ich habe extra Eier von sehr glücklichen Hühnern gekauft.“ Stimmt, ich war sogar dabei.
Dann kocht sie die Eier – und was passiert?
Seht selbst!
„Au weia“, sagt Annegret, „das Ei ist ja ganz außer sich! Das brauche ich nicht zu färben.“

Ich ahne schon, dass das an mich verfüttert wird. Und genau das tritt ein am Ostermittag.
In meinen Napf kommt irgendein undefinierbarer Mümpel, und da wird das Ei draufgesetzt.
Dabei mag ich Eier nicht besonders gerne. Deswegen versuche ich erst einmal, drumrum zu futtern.

Dann lege ich das Ei an Seite.
Zum Schluss verspeise ich es aber doch noch.

Obwohl Annegret total müde und kaputt ist, weil sie seit Gründonnerstag pausenlos im Dienst ist, sagt sie: „Hannes, weißte wat? Wir fahren jetzt mal eben zur Sippe. Wir wollen doch endlich mal beim Eierwerfen dabei sein!“
Eierwerfen ist nämlich Sippensitte. Das gab es schon, als Annegret noch klein war.
Schnell ein Stündchen Auto fahren und dann sind wir da.
Und als wir ziemlich komplett sind, geht´s raus auf die Kuhweide. Die Kühe selbst sind aber noch im Winterquartier.
Und dann geht´s los. Die Menschen nehmen sich ein hartgekochtes, buntes Ei und werfen es, so weit sie überhaupt können.
Annegrets Neffen können unglaublich weit werfen, locker 50 – 60 Meter und mehr!
Und alle sind gespannt, ob das Ei ´ne Bruchlandung macht oder heil bleibt.
Gelacht wird jedes Mal!
Wenn alle einmal durch sind, geht man auf Eiersuche – mit Salzstreuer! – und sieht nach, was noch essbar ist.
Das habe ich ganz schnell kapiert und festgestellt, dass besonders weit geschmissene Eier sehr lecker sind.

Man muss nur die Schale irgendwie abkriegen.

Annegret hilft mir und macht sich aus einer Schale ´ne Clownsnase. Wk_20160327_009

Alle heilen Eier werden wieder mitgenommen und kriegen noch ´ne Flugstunde.
Bis alles zerschmettert oder aufgegessen ist. Ich jedenfalls habe ungefähr 3-4 Trümmereier gemümmelt. Davon wird meine Laune so gut, dass ich mal eben abhauen will, aber Annegrets langbeinige Neffen setzen mir sofort nach und fangen mich wieder ein. War ja auch nur ein kleiner Scherz von mir.

Und dann kommt das Abschlussfoto. Weil so viele da sind, nämlich aus Hamburg, Berlin, Salzburg, Heidelberg und was weiß ich, soll es ein Gruppenbild mit Hund geben!
Könnt ihr mich erkennen?

Und dann gibt´s noch einen herrlichen Regenbogen.
Alle sind begeistert, nur ich kann mal wieder nix erkennen.

Als sich alles aufgelöst hat, meint Annegret: „So, Hannes, das war´s. Wir fahren jetzt wieder.“
Aber glaubt ihr denn, meine Leine wäre zu finden gewesen? Verdorri! Sie war doch eben noch an meinem Halfter!
Sie sucht überall. Und wo findet sie sie endlich? Bei der albernen Generation!
Diese hat sich nämlich inzwischen in Omas Garage begeben, um Tischtennis zu spielen.
Und weil Tischtennis mit normalen Schlägern langweilig ist, hat man sich was anderes gesucht: Eine Trinkflasche, eine Kehrschaufel, einen Hundenapf, eine Gießkanne und …

meine Leine!
Nee, nee, nee!
Was für eine jecke Ostereierfeierfamilie!

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