Ich sage euch an den blöden Advent

Ich sage euch an den blöden Advent, weil Annegret nur in die Kirche rennt!
Ehrlich, eure Adventszeit ist meine Passionszeit! Ich leide dann wie ein Hund, weil Annegret keine Zeit für mich hat. Ihr kennt mein Gejammer ja schon von all meinen anderen Adventsgeschichten.
Okay, ich übertreibe jetzt ziemlich, denn Annegret nimmt mich so oft es geht mit. Entweder in die Kirche oder unseren Historischen Saal.
Und so geht´s wieder los:
Tische stellen, Tische decken, 150 Plätze. Das braucht lange Zeit, obwohl Annegret immer viele helfende Hände hat.
Aber ich kann halt nicht helfen, und deswegen ist das ätzend für mich.
„Stell dich nicht an!“ sagt Annegret, „du hast immer Abwechslung. Andere Hündgen müssen den ganzen Tag alleine zu Hause rumdümpeln.“

Ups, jetzt fällt mir auf einmal was ganz anderes ein. Ich hatte euch doch bei meinen Allgäu-Geschichten davon erzählt, dass bei einer Wanderung eine Fotografin so scharf auf mich war und mich immerfort fotografiert hat. Wisst ihr was? Die hat mir sogar ein Bild geschickt!

Mit dem Hochvogel im Hintergrund (das ist die kleine Pyramide, fast 2600 m hoch). Und wo ich wieder beim Thema Allgäu bin, fällt mir noch was ein, dass wir nämlich zu Hause auch noch einen Tag Urlaub gespielt haben, am 1. November. Oh, was haben wir da für eine herrliche riesige Wanderung gemacht, stunden-, stundenlang!
Durch die Wälder,

durch die Auen der Wildsauen
oder durch einen leckeren Bach,
an einer Burg vorbei,
mit wunderbaren Ausblicken,
mit herrlichem Picknick
und natürlich den überall blöden Glotz-Kühen!

Und eine gute Woche später gab es was zu klettern. Damit wären wir wieder bei Annegrets Kirche.

Wenn hier nämlich für große Konzerte die ganzen Tribünen aufgebaut sind, dann darf ich hier klettern.

Da muss ich richtig aufpassen.

Und dann genieße ich wieder die Aussicht.

Das mach ich gerne.
An einem Konzerttag war Annegret so lange weg, dass sie mich zu unseren Nachbarn gebracht hat, mit Schlafsack. Ich war mir aber nicht ganz sicher, ob der nur zum Liegen sein sollte oder zum Übernachten. Deswegen habe ich mich daneben gelegt.
Dann ging´s wieder in der Kirche weiter. Der riesige Adventsstern wurde mal wieder zusammengebastelt und dann hochgezogen. Ich natürlich wieder mit von der Partie.
Und endlich habe ich zu Hause auch mal wieder einen Adventskalender gekriegt. Annegret hatte das letztes Jahr total vergessen. Irgendwann am Tag – meistens erschreckt sie mich sogar damit – schreit sie laut: „Advent, Advent! Hannes, wo ist der Advent?“ Manchmal bin ich so erschrocken, dass ich ihn gar nicht finde. Aber wenn ich auf Zack bin, gibt´s zur Belohnung ein Schockelädchen.
So, dann kam wieder im Saal ´ne Feier.

Aber ich durfte nur beim Vorbereiten dabei sein, nicht bei dem Abendessen. Da es aber wieder Gänsebraten gab, hat Annegret mir ordentlich was von den Resten mitgebracht. „Moment!“ sagt sie, „das wird dein Weihnachtsessen. Erstmal einfrieren und Heiligabend wieder ausfrieren.“
So, jetzt geht´s in der Kirche weiter. Die Nummer mit dem Weihnachtsbaum. Riesige Leitern, Elektriker, Freunde … Annegret braucht sie alle!

Ich steh natürlich mal wieder dumm rum

und verkrümel mich irgendwann unters Kreuz.

Als alles fast fertig ist, ist Annegret ganz fröhlich und bewirft und verhüllt mich mit Sternenglanz.
Solche Anfälle von ihr kenne ich. Da bleibe ich total cool.
So, und damit ist dann das Weihnachtsfest endlich da und auch schon wieder vorbei.

Die Geschenkeausbeute war ziemlich mau.

 

Aber zum Glück gibt es ja noch unsere netten Nachbarn, die „Heilige Familie“. Eigentlich heißen sie Heiliger, deswegen sind sie noch heiliger als heilig.

Die haben mir `ne richtige Geschenkladung gebracht: Weihnachtswürste, Schinkenknochen, Hühnerfilet… Das Beste vom Besten! Die Fotos, die Annegret gemacht hat, gibt es leider nicht mehr, die sind ihr irgendwie alle weggeflogen. Zum Glück aber nicht die Geschenke!

So, das war meine Advents- und Weihnachtsgeschichte. Ein bisschen spät. Aber das liegt daran, dass mein Internet gestört war. „Die Wortpresse ist kaputt“, hat Annegret festgestellt. Sie konnte mir gar nicht helfen mit meinem Blog, da war alles durcheinander. Aber unser Micha, der hat das wieder hingekriegt!

Bleibt nur noch das Thema Silvester! Oh, wisst ihr noch, wie es mir vor 2 Jahren erging?
Kein Kraut war gegen meine Angst gewachsen.
Das hat sich geändert. Ich habe diesmal Silvester super überlebt.
So gut wie noch nie!
Ich bin nämlich inzwischen so schwerhörig wie noch nie.
Nase und Beine sind aber noch top! Und bald habe ich Geburtstag, sagt Annegret.
Dann werde ich 14!
Wie immer am 14.!
Am Valentinstag!

Ich freue mich schon auf eure Glückwünsche!

Euer Hanneshund

 

 

 

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