Blutroter Tag

O, o, o,
soo ein heller und schwarzer und blutroter und heller Tag heute!
Das muss ich der Reihe nach erzählen. Ihr habt ja schon lange nix mehr von mir gehört.

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Also, den Sommer kann man ja ziemlich knicken in diesem Jahr und damit auch die großen Unternehmungen.

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Aber heute hat Annegret spontan entschieden, als das Wetter so gut gemeldet war, mit mir in die Eifel zu fahren.

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Nochmal richtig wandern. Eigentlich hatte sie zu viel Arbeit, aber sie sagte: „Arbeit läuft nicht weg, die ist auch noch da, wenn wir wiederkommen!“

Dann hat sie den Rucksack genommen (juhuuu!)
und ihre Supersandalen angeschnallt.

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„Die liebe ich mehr als meine eigenen Füße!“ sagt sie und kann damit auch sehr weit gehen. 

Dann sind wir also gestartet in diesen herrlichen hellen Tag! Nach 2 Kilometern hat Annegret mal eben an einem kleinen Wald gehalten, damit ich schnell das Nötigste erledigen kann, denn wir wollten ja noch ein ganzes Stück fahren.

Und auf einmal kommt da ein Schäferhund um die Ecke geschossen und fällt mich derartig an! Ich kann überhaupt nicht mehr genau sagen, wie das zu ging. Annegret hat noch geholfen kämpfen, aber dieser fiese Hund hat mich mehrfach gebissen. Ich habe so laut geschrieen wie ich konnte und versucht mich zu wehren, aber es half nichts. Auf einmal war der Tag ganz schwarz. Annegret hat mit der Frau geschimpft: „Wie können Sie dieses aggressive Tier nur lose laufen lassen! Ich schreibe mir Ihre Adresse auf und zeige Sie an!“ Die Frau war ziemlich kleinlaut, behauptete aber, ihr Hund wäre sonst ganz brav, nur wenn er mich sähe, würde er böse. Unglaublich! Das müsst ihr euch mal vorstellen! Ich bin doch immer so lieb und freundlich zu allen und dann soll ich Schuld haben! Zurück am Auto, hat Annegret mich untersucht, ob ich vielleicht verletzt bin. Da habe ich ganz schnell an einer Stelle geleckt, damit sie´s sehen konnte. Ein richtiges Loch!

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Also sind wir nicht in die Eifel, sondern zur Tierärztin gefahren.
Als ich da nach langer Zeit mal wieder hinkam, habe ich mich richtig gefreut, ich mag die Frau nämlich sehr.
Im Wartezimmer hat Annegret mich gekrault, und auf einmal war ihre Hand blutrot. Dann hat sie noch zwei andere Beißstellen gefunden. 

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Als ich danach auf dem Behandlungstisch stand und verarztet wurde, war ich sehr tapfer. Zwei  Löcher sind geklammert worden. Und zwei Spritzen bekam ich noch. Das hat aber überhaupt nicht so weh getan wie die Beißerei.

 

Wieder zu Hause, hat Annegret hurtig die Polizei angerufen und die Frau angezeigt.

 

Und dann sind wir doch noch losgefahren!
Zwar nicht in die Eifel, aber in meine geliebten Ahrberge!

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Ich muss euch ehrlich sagen, dass ich nicht richtig entspannt war und doch noch eine ganze Weile hecheln musste, sogar als ich während des Picknicks im Gras lag.

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Sobald aber der erste Hund auftauchte, eine ChowChow-Hündin „Tessa“, war ich schon wieder die Liebenswürdigkeit in Person und hätte gerne ein Spielchen gemacht.
So bin ich!

Die weitere Runde war einfach nur schön! 

Es hätte noch ein Reh zu jagen gegeben, aber ich hatte Annegret an der Leine.

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Und derweil sie noch nach Blumen und Disteln für ein Foto schaute,

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stand mir der Sinn nach einer kleinen Erfrischung.

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Oder glaubt ihr etwa, dass mir jetzt mein Frohsinn abhanden gekommen ist? Nein!

Am Abend  war ich sogar wieder total gut drauf und habe mit meinem albernsten Quietschball rumgealbert und gequietscht.

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Damit nicht genug, ich wurde sogar noch übermütig und habe mir eine Packung Belohnungen gemopst und mich bedient und belohnt.

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So bin ich!

Gut, oder?

 

Tschüss und bis demnächst

euer Hannes

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